Dienstag, Juli 23, 2024

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Billy Bolt gewinnt SuperEnduro-WM Auftakt

Die SuperEnduro-WM-Saison 2023 ist eröffnet. Das heißt: das nächste Festival der weltbesten Stollenritter in Riesa rückt immer näher. Der SuperEnduro Grand Prix Germany findet am Samstag, dem 6. Januar 2024, in der dortigen WT Energiesysteme Arena als drittes Saisonrennen von deren sieben statt.

Zum Saisonauftakt versammelte sich die Noppen-Elite erstmals seit 2017 wieder in Frankreich, diesmal im im Nordosten des Landes gelegenen Lievin.

Wie zu erwarten bzw. fast zu befürchten war, drückte der Vorjahressieger von Riesa sowie inzwischen dreifache Weltmeister, der Brite Billy Bolt, der Veranstaltung in der Top-Klasse Prestige erneut seinen Stempel auf. Wie schon so oft, gewann er alle Punkte-relevanten Sessions, sprich die Superpole sowie anschließend alle drei Heats.

Jeweils Zweiter sowie logischerweise auch Gesamtzweiter wurde Billy Bolts Landsmann Jonny Walker. Wenngleich mit gemischteren Einzelergebnissen wurde Will Hoare Gesamtdritter und sorgte somit für ein rein britisches Podest.

Zugern hätten die über 4.000 Fans in der Arena Stade Couvert de Lievin sowie die per Livestream involvierten Fans gesehen, wie sich der sechsfache SuperEnduro-Weltmeister Taddy Blazusiak aus Polen mit dem aus Spanien kommenden und mit schwedischen Wurzeln behaftetem Elektrobike Stark Future im Feld der Verbrenner-Motorräder geschlagen hätte. Doch per kurzfristigem und wahrscheinlich Konkurrenz-forciertem Schnellentschluss des Motorrad-Weltverbandes FIM wurde diesem 24 Stunden vor der technischen Abnahme die Starterlaubnis entzogen.

Der wieder zum Arbeitsbesuch beim Saisonauftakt vor Ort befindliche Kopf des Riesaer Organisationstabes, Daniel Auerswald aus Hohndorf bei Stollberg, hofft nun, dass diese Weltpremiere gegebenenfalls am 6. Januar in Sachsen über die Bühne geht. Er sagte zu diesem Thema: „Ich finde es schade, dass diese Chance vertan wurde, eine neue Zielgruppe anzusprechen und den an sich schon tollen SuperEnduro-Sport zusätzlich in die Schlagzeilen zu bekommen.“

Aber auch drum herum gab es für Daniel Auerswald von der gleichnamigen Eventmanufaktur einiges zu beäugen, denn Stillstand ist bekanntlich Rückschritt. „Wann immer es geht, reise ich zum Saisonauftakt, um das Neueste in Sachen Reglement, Abläufe etc. zu erfahren und verschiedene Dinge von anderen Veranstaltungen bei uns eventuell einfließen zu lassen. Außerdem ist mir der Kontakt zu den Fahrern wichtig und unsere Social-Media-Kanäle müssen schließlich auch gefüttert werden“, sagte Daniel Auerswald am Rande.

Und weiter: „Ein ganz wichtiger Punkt beim SuperEnduro ist immer die Strecke. Mein persönlicher Eindruck von der Strecke hier in Levin war, dass diese sehr schnell, allerdings für meinen Geschmack zu Supercross-lastig und zu wenig technisch war. Das wollen und werden wir in Riesa wieder besser machen. Schließlich haben wir einen guten Ruf zu verteidigen. Man muss aber dem Veranstalter in Frankreich zugutehalten, dass er zum ersten Mal ein SuperEnduro gemacht hat. So konnten wir beim Sichern verschiedener Hindernisse nach unseren Eindrücken am Freitag noch ein paar Tipps geben.“

Ebenfalls unter spezieller Beobachtung von Daniel Auerswald standen die drei deutschen Fahrer Manuel Lettenbichler, Tim Apolle und Milan Schmüser.

Von denen kehrte Manuel Lettenbichler nach mehrjähriger SuperEnduro-Pause in die Halle zurück. Nach dem Gewinn der Junior-WM 2016 sowie seiner Titelverteidigung bei der Hard-Enduro-WM 2023 mit sechs von sechs möglichen Siegen hatte man ein wenig gehofft, dass er den SuperEnduro-King der letzten Jahre, Billy Bolt, vielleicht würde ein bisschen würde ärgern können. Doch bei seinem Indoor-Comeback lief vieles gegen ihn, was er unumwunden auf seine Kappe nahm. „Ich habe einfach zu viele Fehler gemacht und bin nicht sauber gefahren. Ich habe ein bisschen mit dem Bike kämpfen müssen und war bei den Positionskämpfen vielleicht ein bisschen zu freundlich“, sagte er nach seinen Heat-Plätzen vier, acht und fünf sowie Rang sechs in der Tageswertung und fügte daran an: „Ich denke aber, dass, wenn ich weniger stürze, das Podium für mich demnächst wieder drin sein sollte. In Polen ist eine neue Strecke und ein neues Rennen. Schauen wir mal.“

Tim Apolle aus Finne in Sachsen-Anhalt war mit den Heat-Plätzen elf, sieben und zehn sowie Gesamtrang zehn der Prestige-Klasse einigermaßen zufrieden und glaubt ebenfalls, nach dem soliden Saisonauftakt demnächst noch weiter vorn ins Geschehen eingreifen zu können.
In der Juniorenklasse gewann der Israeli Suff Sella ebenfalls alle drei Heats und nahm den Briten Ashley Brightmore sowie den Ungarn Roland Liszka mit aufs Podest. Milan Schmüser aus Tensfeld wurde hierbei Gesamtvierter.

© Text/Bild: Thorsten Horn

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